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BWA‑Lotse

Deine BWA ist (k)ein Buch mit sieben Siegeln

Lerne, wie du deine BWA richtig liest: Grundlagen, die 5 Kennzahlen und dein Unternehmenstyp.Kostenlos, für smarte Unternehmer-Entscheidungen.

Kostenlos online lesen, ohne Anmeldung. Oder als PDF mitnehmen.

Warum es sich lohnt

Warum deine BWA mehr verrät, als du denkst

„Deine BWA ist kein Steuerformular. Sie ist dein Unternehmens-Check, der dir jeden Monat etwas zu sagen hat."
Grundlagen

Die Grundstruktur deiner BWA

Jede BWA folgt dem gleichen Aufbau, unabhängig von Software und Unternehmensform.

Vorjahresspalte: Fast jede BWA zeigt Vorjahreswerte daneben. Immer mitlesen.
Im Blick behalten

Die 5 Kennzahlen, die immer zählen

Tipp: Vergleiche jede Kennzahl mit dem Vorjahresmonat, nicht nur mit dem letzten Monat.
Was der Lotse hier für dich tut

Genau diese fünf Kennzahlen liest BWA-Lotse jeden Monat automatisch aus deiner BWA und ordnet sie ein. Und er merkt sich seine Erklärung bis zum nächsten Mal, so wächst mit jeder Auswertung ein klareres Bild deines Betriebs. Erste Auswertung kostenlos.

Richtig vergleichen

Vormonat oder Vorjahr: wann vergleichst du was?

Beide Vergleiche liefern wichtige Infos, aber für unterschiedliche Fragen.

Vormonats-Vergleich

  • Kurzfristige Ausreißer erkennen
  • Liquiditätsentwicklung im laufenden Quartal
  • Einmalige hohe Ausgaben sehen
Gut für: monatliches Controlling

Vorjahres-Vergleich

  • Echtes Wachstum oder Rückgang erkennen
  • Saisonale Schwankungen einordnen
  • Strukturelle Veränderungen sehen
Gut für: strategische Entscheidungen
Faustregel: Vormonat für Liquidität und Cashflow. Vorjahr für Wachstum und Strategie.
Was der Lotse hier für dich tut

Den Vergleich mit Vormonat und Vorjahr nimmt BWA-Lotse dir jeden Monat automatisch ab und zeigt, was sich verändert hat. Erste Auswertung kostenlos.

Was immer stimmen muss

Liquidität: dein wichtigster Anker

„Gewinn ist nicht gleich Geld auf dem Konto."Diese Erkenntnis schützt vor den meisten Liquiditätsproblemen.
Warnsignal: Konto überzogen, Zahlungen verzögert, keine Steuerrücklagen: sofort handeln.
Was der Lotse hier für dich tut

Deine Liquidität und die Warnsignale behält BWA-Lotse Monat für Monat im Blick und zeigt dir früh, wenn sich etwas verschiebt. Was er dir einmal erklärt hat, merkt er sich fürs nächste Mal. Erste Auswertung kostenlos.

Dein Abschnitt

Welcher Unternehmenstyp bist du?

Lies die Grundlagen oben zuerst, sie gelten für alle. Dann deinen Abschnitt.

Kleinunternehmer
§ 19 UStGDas Gesetz, das die Umsatzsteuer regelt. Darin steht zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung (§ 19), mit der du bei wenig Umsatz ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten darfst.
  • Umsatz Vorjahr bis 25.000 €
  • Keine USt auf Rechnungen
  • Kein Vorsteuerabzug
EÜR-Unternehmer
Einnahmen-Überschuss
  • Einzelunternehmer, Freiberufler, GbR
  • Zufluss-Abfluss-Prinzip
  • Keine Bilanzpflicht
Bilanzierer
Doppelte Buchführung
  • GmbH, AG oder buchführungspflichtig
  • durch Umsatz oder Gewinn (§ 141 AODas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).)
  • Doppelte Buchführung
Dein Abschnitt · § 19 UStGDas Gesetz, das die Umsatzsteuer regelt. Darin steht zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung (§ 19), mit der du bei wenig Umsatz ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten darfst.

Kleinunternehmer: Tipps für deine BWA

Stand 2026, immer mit dem Steuerberater abstimmen.

Dein Abschnitt · Einnahmen-Überschuss

EÜR-Unternehmer: Tipps für deine BWA

Für Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR, solange keine Bilanzierungspflicht besteht. Gewerbliche Betriebe haben einen Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 € Gewerbeertrag pro Jahr (§ 11 GewStGDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.), bis dahin fällt keine Gewerbesteuer an; Freiberufler zahlen ohnehin keine. Stand 2026.

Wichtig: Wer über 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn kommt, wird bilanzierungspflichtig (§ 141 AODas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).).
Dein Abschnitt · Doppelte Buchführung

Bilanzierer: Tipps für deine BWA

GmbH, AG und alle buchführungspflichtigen Unternehmen (§ 141 AODas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).).

Buchführungspflicht (§ 141 AO): Umsatz über 800.000 € oder Gewinn über 80.000 €.
Worauf ich schaue

Praxisbeispiel: Kleinunternehmer

Fiktive Zahlen, echte Logik. § 19 UStG, ohne Vorsteuerabzug.

→ wischen

PositionMonatVorjahrDiff. %
Umsatz April8.200 €7.400 €+10,8 %
Jahresumsatz Januar bis April48.200 €43.100 €+11,8 %
Betriebsausgaben5.800 €4.900 €+18,4 %
davon: Kfz-Kosten890 €640 €+39,1 %
Sonstige Aufwendungen1.200 €980 €+22,4 %
Ergebnis2.400 €2.500 €−4,0 %

Ergebnis leicht gesunken

Kostenentwicklung prüfen, besonders die Kfz-Position.

Jahresumsatz Januar bis April: 48.200 von 100.000 €

Ca. 48 % der Grenze erreicht. Trend beobachten.

Kfz-Kosten +39 %

Einmalig oder regelmäßig erhöht? Mit Steuerberater besprechen.

Was ich in dieser BWA prüfe

  • Jahresumsatz Januar bis April: noch 51.800 € bis zur 100.000‑€-Grenze
  • Kfz-Kosten: einmalige Anschaffung oder strukturell erhöht?
  • Einkommensteuer-Rücklage: ausreichend für den Gewinn?
Worauf ich schaue

Praxisbeispiel: EÜR-Unternehmer

Fiktive Zahlen. Zufluss-Abfluss-Prinzip: Ausgaben zählen, wenn bezahlt.

→ wischen

PositionMonatVorjahrDiff. %
Umsatz April12.500 €11.200 €+11,6 %
Wareneinsatz1.800 €1.650 €+9,1 %
Personalkosten3.400 €3.100 €+9,7 %
USt-Zahlung April1.980 €1.790 €+10,6 %
Privatentnahmen3.200 €2.100 €+52,4 %
Ergebnis5.320 €4.660 €+14,2 %

Ergebnis +14,2 %

Solide Entwicklung, proportional zum Umsatzwachstum.

USt-Zahlung plausibel?

USt minus Vorsteuer = USt-Zahlung. Vorsteuerkonto mitlesen, nicht nur den Umsatz prüfen.

Privatentnahmen +52 %

Deutlich erhöht. Verhältnis zum Ergebnis prüfen.

Was ich in dieser BWA prüfe

  • USt-Zahlung = Umsatzsteuer minus Vorsteuer: Vorsteuerkonto prüfen
  • Privatentnahmen im Verhältnis zum Ergebnis plausibel?
  • Einkommensteuer-Vorauszahlung noch passend zum Gewinntrend?
Worauf ich schaue

Praxisbeispiel: Bilanzierer

Fiktive Zahlen. Gilt für GmbH, AG und alle buchführungspflichtigen Unternehmen.

→ wischen

PositionMonatVorjahrDiff. %
Umsatzerlöse38.400 €34.100 €+12,6 %
Wareneinsatz8.200 €7.100 €+15,5 %
Rohertrag30.200 €27.000 €+11,9 %
Personalkosten14.800 €12.900 €+14,7 %
Bestandsveränderung−1.200 €+800 €
Sonstige Aufwendungen4.100 €1.800 €+128 %
Ergebnis vor Steuern6.900 €7.500 €−8,0 %

Weitere Kostenpositionen (Raumkosten, Abschreibungen u. a.) sind hier der Übersicht halber nicht einzeln aufgeführt.

Sonstige Aufwendungen +128 %

Stark erhöht. Einmalig oder strukturell? Unbedingt prüfen.

Bestandsveränderung negativ

Hoher Lagerabbau. Zeigt sich auch im Rohertrag.

Rohertrag +11,9 %

Proportional zum Umsatzwachstum. Marge stabil.

Was ich in dieser BWA prüfe

  • Körperschaftsteuer-Vorauszahlung noch passend zum laufenden Ergebnis?
  • Sonstige Aufwendungen +128 %: was steckt dahinter?
  • Bestandsveränderung: geplant oder überraschend?
Jeden Monat Klarheit

Keine Lust, dich jeden Monat durch die BWA zu arbeiten?

Dann übernimmt BWA-Lotse das für dich: BWA hochladen, und du bekommst deine Auswertung in klarer Sprache. Du bleibst der Kapitän, der Lotse zeigt dir das Fahrwasser.

Zum Nachschlagen

Begriffe & Quellen

Die wichtigsten Begriffe und Paragraphen aus diesem Leitfaden, jeweils in einem Satz erklärt. Jeder ist mit unserem Lexikon verlinkt, wo du ihn ausführlich nachlesen kannst.

Gesetze · bei uns im Lexikon

§ 141 AO (Abgabenordnung) · Buchführungspflicht

Ab welcher Umsatz- oder Gewinngrenze du statt einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung eine doppelte Buchführung mit Bilanz führen musst.

bwa-lotse.de/lexikon/abgabenordnungDas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).

§ 19 UStG (Umsatzsteuergesetz) · Kleinunternehmerregelung

Wer wenig Umsatz macht, darf ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten.

bwa-lotse.de/lexikon/umsatzsteuergesetzDas Gesetz, das die Umsatzsteuer regelt. Darin steht zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung (§ 19), mit der du bei wenig Umsatz ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten darfst.

§ 11 GewStG (Gewerbesteuergesetz) · Gewerbesteuer-Freibetrag

Bis zu welchem Gewerbeertrag im Jahr noch keine Gewerbesteuer anfällt.

bwa-lotse.de/lexikon/gewerbesteuergesetzDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.

Fachbegriffe · ausführlich im Lexikon

RohertragWas von deinem Umsatz übrig bleibt, nachdem der Waren- oder Materialeinkauf abgezogen ist.

Dein Umsatz minus den Wareneinsatz, also das, was nach dem Einkauf der Ware für alles andere übrig bleibt.

WareneinsatzWas dich die Waren oder Materialien gekostet haben, die du für deine Umsätze gebraucht hast.

Der Einkaufswert genau der Waren, die du in diesem Zeitraum auch verkauft hast.

Zufluss-Abfluss-PrinzipIn der EÜR zählt der Zeitpunkt, an dem Geld tatsächlich fließt, nicht wann die Rechnung gestellt wurde.

Bei der EÜR zählt eine Zahlung erst, wenn das Geld tatsächlich fließt, nicht schon wenn die Rechnung geschrieben ist.

Vorsteuer / VorsteuerabzugDie Umsatzsteuer, die du selbst beim Einkauf bezahlt hast und dir vom Finanzamt zurückholen kannst.

Die Umsatzsteuer, die du beim Einkauf selbst gezahlt hast und dir vom Finanzamt zurückholen darfst.

RegelbesteuerungDer normale Umsatzsteuer-Fall: Du weist Umsatzsteuer aus, ziehst Vorsteuer ab und führst die Differenz ans Finanzamt ab.

Der Normalfall bei der Umsatzsteuer: Du weist sie auf deinen Rechnungen aus und führst sie ans Finanzamt ab.

BetriebsergebnisWas nach allen laufenden Kosten aus deinem eigentlichen Geschäft übrig bleibt, vor Zinsen, einmaligen Effekten und Steuern.

Was am Ende übrig bleibt, wenn du von deinem Umsatz alle Kosten abziehst.

BilanzierungspflichtEine genauere Form der Gewinnermittlung mit Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Pflicht für größere Betriebe und Kapitalgesellschaften.

Die Pflicht, eine doppelte Buchführung mit Bilanz zu führen, statt nur Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen.

GewerbeertragEine Steuer auf den Gewerbeertrag, die die Gemeinde erhebt, in der dein Betrieb sitzt.

Der Gewinn deines Gewerbebetriebs, auf dessen Basis die Gewerbesteuer berechnet wird.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)Eine vereinfachte Gewinnermittlung, bei der einfach Einnahmen minus Ausgaben gerechnet wird.

Die einfache Gewinnermittlung, bei der du nur deine Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellst.

Verdeckte GewinnausschüttungWenn eine GmbH ihrem Gesellschafter einen Vorteil gewährt, den sie einem Fremden so nicht zugestanden hätte, etwa ein unüblich hohes Geschäftsführergehalt.

Wenn eine GmbH ihrem Gesellschafter einen Vorteil zuwendet, den ein Fremder so nicht bekäme, etwa ein zu hohes Gehalt.

AbschreibungDer Werteverlust größerer Anschaffungen, der über mehrere Jahre verteilt als Kosten gebucht wird.

Die Verteilung der Kosten einer größeren Anschaffung über die Jahre ihrer Nutzung, statt sie auf einmal abzuziehen.

LiquiditätWie viel Geld dir tatsächlich zur Verfügung steht, um deine Rechnungen zu bezahlen.

Das Geld, das dir tatsächlich zur Verfügung steht, um deine laufenden Rechnungen zu bezahlen.

Alle Begriffe ausführlich erklärt

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