Deine BWA ist (k)ein Buch mit sieben Siegeln
Lerne, wie du deine BWA richtig liest: Grundlagen, die 5 Kennzahlen und dein Unternehmenstyp.Kostenlos, für smarte Unternehmer-Entscheidungen.
Kostenlos online lesen, ohne Anmeldung. Oder als PDF mitnehmen.
Warum deine BWA mehr verrät, als du denkst
-
Bessere Entscheidungen
Wer seine Zahlen kennt, handelt faktenbasiert statt aus dem Bauch.
-
Frühwarnsystem
Liquiditätsprobleme kündigen sich Monate vorher in der BWA an.
-
Steuerberater-Gespräche
Mit Zahlenwissen gehst du vorbereitet ins Gespräch und kannst auf Augenhöhe mitreden.
-
Wachstum erkennen
Wo läuft es gut? Wo verlierst du Marge? Die BWA zeigt es dir jeden Monat.
Die Grundstruktur deiner BWA
Jede BWA folgt dem gleichen Aufbau, unabhängig von Software und Unternehmensform.
-
Umsatz: Was hast du eingenommen?
Erlöse aus Lieferungen und Leistungen, Provisionen, sonstige Erträge.
-
Kosten: Was hast du ausgegeben?
Wareneinsatz, Personalkosten, Miete, Kfz, Versicherungen, Abschreibungen und sonstige Aufwendungen.
-
Ergebnis: Was bleibt übrig?
Umsatz minus alle Kosten = Betriebsergebnis. Positiv bedeutet Gewinn, negativ bedeutet Verlust.
Die 5 Kennzahlen, die immer zählen
-
1
Umsatz
Wie läuft das Geschäft diesen Monat? Steigt oder fällt der Trend?
-
2
Rohertrag
Umsatz minus Wareneinsatz: deine echte Marge. Je höher, desto besser.
-
3
Personalkosten
Verhältnis zum Umsatz stark branchenabhängig. Handel ca. 10-20 %, Dienstleister bis 70 %. Branchenvergleich nutzen.
-
4
Ergebnis
Verdienst du Geld? Positiv, negativ oder ausgeglichen?
-
5
Liquidität
Kannst du fällige Rechnungen bezahlen? Gewinn ist nicht gleich Bares.
Genau diese fünf Kennzahlen liest BWA-Lotse jeden Monat automatisch aus deiner BWA und ordnet sie ein. Und er merkt sich seine Erklärung bis zum nächsten Mal, so wächst mit jeder Auswertung ein klareres Bild deines Betriebs. Erste Auswertung kostenlos.
Vormonat oder Vorjahr: wann vergleichst du was?
Beide Vergleiche liefern wichtige Infos, aber für unterschiedliche Fragen.
Vormonats-Vergleich
- Kurzfristige Ausreißer erkennen
- Liquiditätsentwicklung im laufenden Quartal
- Einmalige hohe Ausgaben sehen
Vorjahres-Vergleich
- Echtes Wachstum oder Rückgang erkennen
- Saisonale Schwankungen einordnen
- Strukturelle Veränderungen sehen
Den Vergleich mit Vormonat und Vorjahr nimmt BWA-Lotse dir jeden Monat automatisch ab und zeigt, was sich verändert hat. Erste Auswertung kostenlos.
Liquidität: dein wichtigster Anker
-
Mindestpuffer halten
1 bis 2 Monatsausgaben immer verfügbar: für Steuern, Löhne und unerwartete Ausgaben.
-
Offene Forderungen kennen
Umsatz gebucht, aber nicht bezahlt? Das bedeutet Gewinn auf dem Papier, aber kein Geld.
-
Steuern zurücklegen
USt-Zahllast (USt deiner Rechnungen minus Vorsteuer) zurücklegen. Ca. 25-30 % des Gewinns für Einkommen- und Gewerbesteuer, Richtwerte, immer mit dem Steuerberater abstimmen.
-
Investitionen planen
Große Anschaffungen gefährden kurzfristig die Liquidität, auch bei einem profitablen Unternehmen.
Deine Liquidität und die Warnsignale behält BWA-Lotse Monat für Monat im Blick und zeigt dir früh, wenn sich etwas verschiebt. Was er dir einmal erklärt hat, merkt er sich fürs nächste Mal. Erste Auswertung kostenlos.
Welcher Unternehmenstyp bist du?
Lies die Grundlagen oben zuerst, sie gelten für alle. Dann deinen Abschnitt.
- Umsatz Vorjahr bis 25.000 €
- Keine USt auf Rechnungen
- Kein Vorsteuerabzug
- Einzelunternehmer, Freiberufler, GbR
- Zufluss-Abfluss-Prinzip
- Keine Bilanzpflicht
- GmbH, AG oder buchführungspflichtig
- durch Umsatz oder Gewinn (§ 141 AODas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).)
- Doppelte Buchführung
Kleinunternehmer: Tipps für deine BWA
Stand 2026, immer mit dem Steuerberater abstimmen.
-
Umsatzgrenzen kennen
Vorjahresumsatz: max. 25.000 €. Laufendes Jahr: max. 100.000 €. Wird die 100.000‑€-Grenze überschritten, gilt sofort die Regelbesteuerung.
-
Kein USt-Ausweis, niemals
Du darfst keine Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen. Erscheinen USt-Buchungen in deiner BWA, sofort Steuerberater anrufen.
-
Alle Ausgaben brutto
Da kein Vorsteuerabzug möglich ist, buchst du alle Ausgaben zu Bruttopreisen. Das erhöht die sichtbaren Kosten.
-
Einkommensteuer vorsorgen
Auch Kleinunternehmer zahlen Einkommensteuer auf den Gewinn. Ca. 25-30 % monatlich zurücklegen, Richtwert, im Einzelfall mit dem Steuerberater klären.
-
Gewerbesteuer im Blick
Bist du gewerblich tätig (kein Freiberufler), wird ab 24.500 € Gewerbeertrag pro Jahr Gewerbesteuer relevant (§ 11 GewStGDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.). Bis dahin fällt keine an. Im Zweifel mit dem Steuerberater prüfen. Stand 2026.
-
Einfache Kostenstruktur
Deine BWA sollte übersichtlich sein. Ungewohnte Konten oder komplexe Buchungen beim Steuerberater ansprechen.
EÜR-Unternehmer: Tipps für deine BWA
Für Einzelunternehmer, Freiberufler und GbR, solange keine Bilanzierungspflicht besteht. Gewerbliche Betriebe haben einen Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 € Gewerbeertrag pro Jahr (§ 11 GewStGDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.), bis dahin fällt keine Gewerbesteuer an; Freiberufler zahlen ohnehin keine. Stand 2026.
-
Zufluss-Abfluss-Prinzip
Ausgaben zählen, wenn bezahlt, nicht wenn die Rechnung kommt.
-
USt-Vorauszahlungen prüfen
USt-Zahlung = Umsatzsteuer minus Vorsteuer. Vorsteuerkonto mitlesen: hohe Vorsteuer kann die Zahlung drücken. Starke Abweichungen ansprechen.
-
Einkommensteuer anpassen
Steigt dein Gewinn deutlich? Vorauszahlungen könnten zu niedrig sein.
-
Privatentnahmen im Blick
Hohe Entnahmen bei niedrigem Gewinn gefährden deine Liquidität.
-
Investitionsabzugsbetrag
Der Investitionsabzugsbetrag erlaubt es unter Umständen, geplante Anschaffungen steuerlich vorzuziehen. Ob und in welcher Höhe das für dich in Frage kommt, klärst du mit deinem Steuerberater.
Bilanzierer: Tipps für deine BWA
GmbH, AG und alle buchführungspflichtigen Unternehmen (§ 141 AODas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).).
-
Körperschaftsteuer, nicht Einkommensteuer
Eine GmbH zahlt 15 % KSt plus SolZ und Gewerbesteuer. Anders als Einzelunternehmen und Personengesellschaften (Gewerbesteuer-Freibetrag 24.500 €, § 11 GewStGDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.) hat eine Kapitalgesellschaft keinen Freibetrag.
-
Bestandsveränderungen beachten
Wareneinkauf und Bestand beeinflussen das Monatsergebnis. Hoher Einkauf ohne Umsatz drückt das Ergebnis temporär.
-
Geschäftsführergehalt im Blick
Das Gehalt muss angemessen sein. Zu hoch bei geringem Gewinn kann als verdeckte GewinnausschüttungWenn eine GmbH ihrem Gesellschafter einen Vorteil gewährt, den sie einem Fremden so nicht zugestanden hätte, etwa ein unüblich hohes Geschäftsführergehalt. problematisch werden. Angemessenheit im Einzelfall mit dem Steuerberater prüfen.
-
KSt- und Gewerbesteuer-Vorauszahlungen
Bei deutlichem Gewinnrückgang oder -anstieg prüfen, ob Vorauszahlungen angepasst werden sollten.
Praxisbeispiel: Kleinunternehmer
Fiktive Zahlen, echte Logik. § 19 UStG, ohne Vorsteuerabzug.
→ wischen
| Position | Monat | Vorjahr | Diff. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz April | 8.200 € | 7.400 € | +10,8 % |
| Jahresumsatz Januar bis April | 48.200 € | 43.100 € | +11,8 % |
| Betriebsausgaben | 5.800 € | 4.900 € | +18,4 % |
| davon: Kfz-Kosten | 890 € | 640 € | +39,1 % |
| Sonstige Aufwendungen | 1.200 € | 980 € | +22,4 % |
| Ergebnis | 2.400 € | 2.500 € | −4,0 % |
Ergebnis leicht gesunken
Kostenentwicklung prüfen, besonders die Kfz-Position.
Jahresumsatz Januar bis April: 48.200 von 100.000 €
Ca. 48 % der Grenze erreicht. Trend beobachten.
Kfz-Kosten +39 %
Einmalig oder regelmäßig erhöht? Mit Steuerberater besprechen.
Was ich in dieser BWA prüfe
- Jahresumsatz Januar bis April: noch 51.800 € bis zur 100.000‑€-Grenze
- Kfz-Kosten: einmalige Anschaffung oder strukturell erhöht?
- Einkommensteuer-Rücklage: ausreichend für den Gewinn?
Praxisbeispiel: EÜR-Unternehmer
Fiktive Zahlen. Zufluss-Abfluss-Prinzip: Ausgaben zählen, wenn bezahlt.
→ wischen
| Position | Monat | Vorjahr | Diff. % |
|---|---|---|---|
| Umsatz April | 12.500 € | 11.200 € | +11,6 % |
| Wareneinsatz | 1.800 € | 1.650 € | +9,1 % |
| Personalkosten | 3.400 € | 3.100 € | +9,7 % |
| USt-Zahlung April | 1.980 € | 1.790 € | +10,6 % |
| Privatentnahmen | 3.200 € | 2.100 € | +52,4 % |
| Ergebnis | 5.320 € | 4.660 € | +14,2 % |
Ergebnis +14,2 %
Solide Entwicklung, proportional zum Umsatzwachstum.
USt-Zahlung plausibel?
USt minus Vorsteuer = USt-Zahlung. Vorsteuerkonto mitlesen, nicht nur den Umsatz prüfen.
Privatentnahmen +52 %
Deutlich erhöht. Verhältnis zum Ergebnis prüfen.
Was ich in dieser BWA prüfe
- USt-Zahlung = Umsatzsteuer minus Vorsteuer: Vorsteuerkonto prüfen
- Privatentnahmen im Verhältnis zum Ergebnis plausibel?
- Einkommensteuer-Vorauszahlung noch passend zum Gewinntrend?
Praxisbeispiel: Bilanzierer
Fiktive Zahlen. Gilt für GmbH, AG und alle buchführungspflichtigen Unternehmen.
→ wischen
| Position | Monat | Vorjahr | Diff. % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 38.400 € | 34.100 € | +12,6 % |
| Wareneinsatz | 8.200 € | 7.100 € | +15,5 % |
| Rohertrag | 30.200 € | 27.000 € | +11,9 % |
| Personalkosten | 14.800 € | 12.900 € | +14,7 % |
| Bestandsveränderung | −1.200 € | +800 € | – |
| Sonstige Aufwendungen | 4.100 € | 1.800 € | +128 % |
| Ergebnis vor Steuern | 6.900 € | 7.500 € | −8,0 % |
Weitere Kostenpositionen (Raumkosten, Abschreibungen u. a.) sind hier der Übersicht halber nicht einzeln aufgeführt.
Sonstige Aufwendungen +128 %
Stark erhöht. Einmalig oder strukturell? Unbedingt prüfen.
Bestandsveränderung negativ
Hoher Lagerabbau. Zeigt sich auch im Rohertrag.
Rohertrag +11,9 %
Proportional zum Umsatzwachstum. Marge stabil.
Was ich in dieser BWA prüfe
- Körperschaftsteuer-Vorauszahlung noch passend zum laufenden Ergebnis?
- Sonstige Aufwendungen +128 %: was steckt dahinter?
- Bestandsveränderung: geplant oder überraschend?
Keine Lust, dich jeden Monat durch die BWA zu arbeiten?
Dann übernimmt BWA-Lotse das für dich: BWA hochladen, und du bekommst deine Auswertung in klarer Sprache. Du bleibst der Kapitän, der Lotse zeigt dir das Fahrwasser.
-
Von Praktikern mitentwickelt
Von Buchhaltungsprofis aus der Praxis mitentwickelt.
-
Alles auf einen Blick
Ampel, Kennzahlen und Auffälligkeiten auf einen Blick.
-
Gedächtnis für deinen Betrieb
Merkt sich seine Erklärung bis zum nächsten Monat, dein Bild wird jeden Monat klarer.
-
Fürs Steuerberater-Gespräch
Konkrete Punkte für deinen nächsten Steuerberater-Termin. Kein Ersatz für Steuerberatung, aber die beste Vorbereitung darauf.
Begriffe & Quellen
Die wichtigsten Begriffe und Paragraphen aus diesem Leitfaden, jeweils in einem Satz erklärt. Jeder ist mit unserem Lexikon verlinkt, wo du ihn ausführlich nachlesen kannst.
Gesetze · bei uns im Lexikon
Ab welcher Umsatz- oder Gewinngrenze du statt einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung eine doppelte Buchführung mit Bilanz führen musst.
bwa-lotse.de/lexikon/abgabenordnungDas Grundgesetz des Steuerrechts. Sie regelt die allgemeinen Dinge wie Fristen, Steuerbescheide und Mitwirkungspflichten . und ab wann du zur doppelten Buchführung verpflichtet bist (§ 141).
Wer wenig Umsatz macht, darf ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten.
bwa-lotse.de/lexikon/umsatzsteuergesetzDas Gesetz, das die Umsatzsteuer regelt. Darin steht zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung (§ 19), mit der du bei wenig Umsatz ohne Umsatzsteuer auf den Rechnungen arbeiten darfst.
Bis zu welchem Gewerbeertrag im Jahr noch keine Gewerbesteuer anfällt.
bwa-lotse.de/lexikon/gewerbesteuergesetzDas Gesetz, das die Gewerbesteuer regelt. Darin steht unter anderem der Freibetrag (§ 11): bis zu einem bestimmten Gewerbeertrag im Jahr fällt keine Gewerbesteuer an.
Fachbegriffe · ausführlich im Lexikon
Dein Umsatz minus den Wareneinsatz, also das, was nach dem Einkauf der Ware für alles andere übrig bleibt.
Der Einkaufswert genau der Waren, die du in diesem Zeitraum auch verkauft hast.
Bei der EÜR zählt eine Zahlung erst, wenn das Geld tatsächlich fließt, nicht schon wenn die Rechnung geschrieben ist.
Die Umsatzsteuer, die du beim Einkauf selbst gezahlt hast und dir vom Finanzamt zurückholen darfst.
Der Normalfall bei der Umsatzsteuer: Du weist sie auf deinen Rechnungen aus und führst sie ans Finanzamt ab.
Was am Ende übrig bleibt, wenn du von deinem Umsatz alle Kosten abziehst.
Die Pflicht, eine doppelte Buchführung mit Bilanz zu führen, statt nur Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen.
Der Gewinn deines Gewerbebetriebs, auf dessen Basis die Gewerbesteuer berechnet wird.
Die einfache Gewinnermittlung, bei der du nur deine Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellst.
Wenn eine GmbH ihrem Gesellschafter einen Vorteil zuwendet, den ein Fremder so nicht bekäme, etwa ein zu hohes Gehalt.
Die Verteilung der Kosten einer größeren Anschaffung über die Jahre ihrer Nutzung, statt sie auf einmal abzuziehen.
Das Geld, das dir tatsächlich zur Verfügung steht, um deine laufenden Rechnungen zu bezahlen.
Jetzt kostenlos ausprobieren
Lade deine nächste BWA hoch und lass sie dir erklären, du bleibst der Kapitän. Die erste Auswertung ist kostenlos und in unter einer Minute fertig.
Kostenlos, kein Zahlungsmittel nötig.